Samstag, 30. April 2011

1. FC Köln - Leverkusen: gezittert, gejubelt, gerädert




[ge]freut: Nova ist echt ne kleine Ratte. Verliert jedes Spiel seine gefühlten 30 Kopfballduelle und steht dann doch immer richtig. 16 Saisontore, Respekt!
[ge]zittert: Ab der ersten Minute. Oh man, wie schlimm. Bei der Relegation bräuchte ich Nerventabletten.
[ge]sungen: "Auf Wiedersehen" und "Ihr werdet nie Deutscher Meister". Herrlich platt, aber bei einer FC-Führung ein völlig neues Gefühl. Muss dann einfach sein.
[ge]pustet: Tief, ganz tief. Immer, wenn der Ball an Kölner Pfosten oder Latte prallte - oder Rensing in die Arme flog.
[ge]rädert: Völlig. Nach dem Spiel. Wie anstrengend es ist, Zuschauer zu sein.
[ge]wundert: Naja, so sehr auch nicht. Die Pfiffe für Volker Finke bei der Mannschaftsaufstellung waren genauso laut, wie die Pfiffe, wenn Michael Ballack am Ball war.
[ge]sehen: Organisierte Polizei, die einige Kölner Lokalitäten am Stadion und in der Stadt recht frühzeitig abriegelte.
[ge]hört: Übermütige Gästefans, die vom Hauptbahnhof zum Neumarkt durch die Innenstadt eskortiert wurden und viele Gemeinheiten über die Stadt sangen, in der sie zu Gast waren. Ich weiß, sagt sich hinterher immer leicht.
[ge]sehen: Leverkusener Fans auf dem Oberrang, die den Kölnern im Hinspiel in Nichts nachstanden.
[ge]ahnt: Viel Schlechtes. Vor dem Spiel. Zu Unrecht. Zum Glück.
[ge]rufen: Hat der Unterrang nach Frank Schaefer, als die Mannschaft sich nach dem Spiel bedankte. 
[ge]feiert: Haben Spieler und Fans nach Spielende für den Sieg eher gedämpft (siehe dazu auch im Kommentar).  Und klar, es war Leverkusen, nicht Gladbach. Lag vielleicht aber auch am schlimmen Ur-Alt Medley, das die Stadionregie nach Spielende vermutlich per Kassette eingelegt hat.
[ge]schaut: Ganz bewusst nach dem 2:0 durch das Stadion. Grandioser Anblick. Alle Tribünen stehen, singen, der Norden flippt aus, die Südtribüne auch - und der Leute im Gästeblock gehen nach Hause.
War wohl nix...

Kommentare:

  1. Apropos [ge]dämpft: Ich denke, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass die gute Leistung einiger Spieler einiges kaputt gemacht hat. Klingt komisch, ist aber so. Manche vergessen die letzten Wochen nicht so schnell.

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  2. Schwierig. Sieht man es unter dem Standpunkt, dass Schaefer zum Saisonende weg ist, und es in den verbleidenden drei Spielen nur um Erfolg geht, hat Schaefer mit dem frühzeitigem Rücktritt sehr viel richtig gemacht - und so sicher auch noch seinen Anteil am Sieg gg. Leverkusen.

    Dass Schaefer am Ende für einige Spieler nicht mehr die letztendliche Instanz, sondern es immernoch eine andere Anlaufstelle gab, führte zuletzt glaub ich auch dazu, dass die Leistung einiger Spieler doch ziemlich schwankte - zuletzt wieder zum Positiven.

    Der Sieg schmeckt zwar süß, aber Poldi hat's nach dem Spiel wohl nicht ohne Grund gesagt, dass nach der Saison mal ein paar Dinge auf den Tisch kommen müssen.

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