
Mittwoch, 6. April 2011
Sonntag, 27. März 2011
Pokal-Finale der Frauen in Köln
Deshalb bin ich Samstag ohne konkrete Einstellung oder Erwartung ins Stadion gegangen. Kölsch, FC-Stadion, Fußball...
Spielberichte zum sportlichen Ablauf zwischen Turbine Potsdam (woher kommt eigentlich der Begriff Turbine?) und dem 1. FFC Frankfurt findet ihr hier, hier und hier. Eigene Eindrücke, gibt's hier:
[ge]lacht: Direkt bei der elektronischen Einlasskontrolle. Der Ordner: "Das Ticket bitte langsam einführen."
[ge]ärgert: Über die vielen geschlossenen Bierstände im Stadion. So stand ich Anfang der 2ten Halbzeit noch brav in der Reihe, verpasste das entscheidene 2:1
[ge]hört: "Für Frauenfußball geb' ich kein Geld aus." Von zwei Leuten (hab auch nur zwei gefragt)
[ge]ärgert2: Unter 15 Euro war keine Karte zu haben (außer ermäßigt), für einen guten Platz zahlte man sogar 32 Euro. Vielleicht verständlich, dass deutlich weniger Zuschauer zum Finale kamen, als im Jahr zuvor: 20000 statt 27000.
[ge]freut: Die Bumskapell im Gästeblock (Foto). Super Anblick. Stellte in der 2. Halbzeit die Musikproduktion leider ein.
[ge]sehen: Die Sitze in unserem (neuerdings sagt man in Köln ja wieder WIR und nicht DIE) Stadion sind zum Teil schon ganz schön ausgebleicht. Sieht irgendwie schäbig aus.
[ge]sehen: Bundespräsident Wulff, NRW-Ministerpräsidentin Kraft, ihre Stellvertreterin Frau Löhrmann und Kölns OB Roters, alle in ein
[ge]dacht: Die Schnittmenge zwischen FC-Besuchern und Frauenpokal-Besuchern ist echt gering
[ge]sehen: Riesige Schlangen vor den Toiletten, allerdings nur vor den Frauenklos.
[ge]freut: Eine Ehrenrunde mit Pokal in unserem Stadion
[ge]hört: Meist wenig Atmosphäre, aber sobald der Ball in die Nähe irgendeines Tores kam, wurd's laut.
[ge]schmunzelt: Der Fanblock der Potsdamer hatte sich auf der VIP-Tribüne breit gemacht.
[ge]dacht: Alles so geordnet, dafür auch keine ausflippenden Leute in der 89. Minute.
Montag, 14. März 2011
Doku-Film über Thomas Broich
Für "Tom Meets Zizou - Kein Sommermärchen" hat Aljoscha Pause die Karriere von Thomas Broich von 2003 bis 2011 begleitet - was ja allein im Fußballgeschäft ja schon ein unfassbar langer Zeitraum ist.
Broich und Pause vereinbarten keine Interviews, sondern ungefilterte freundschaftliche Gespräche zu führen. In der Vorstellung heißt es weiter: "Daraus ergaben sich im Laufe der Dreharbeiten sehr intime und verblüffend ehrliche Einblicke. In das Seelenleben des Protagonisten und das Wesen der Fußballwelt."
Seine Premiere hat der Film am 25.März beim 11-mm Filmfestival. Ein paar Tage später läuft der Film auch in Mönchengladbach, später kommt das Festival nach Leverkusen. Leider nicht nach Köln. Einen Trailer bei Youtube habe ich spontan nicht gefunden.
Bleiben für mich die Fragen: Wie und wo kann ich den Film in Köln sehen? Läuft der Film in absehbarer Zeit im TV? Oder gibt es eine DVD?
(Nachtrag: Danke Aljoscha Pause für die schnelle Antwort im Kommentar, Nachtrag2: Gestern, 26.03., war Thomas Broich im Sportstudio zu Gast, hier der Auftritt, am Abend zuvor war Premiere für den Film, der mittlerweile eine bemerkenswerte mediale Aufmerksamkeit genießt, siehe hier, hier, hier oder hier.)
Mittwoch, 2. März 2011
Zuschauer in Köln
Gesamt-Zuschauer für Köln (v.l.) in RheinEnergieStadion, Oper, Schauspielhaus, Hänneschen Theater und der Halle Kalk.
(zum Vergrößern anklicken)
Aus 2009, Quellen: Kicker, Stadt Köln
Dienstag, 17. August 2010
Die inoffizielle Facebook Fantabelle
Gut geführte Facebook-Seiten eignen sich wunderbar, das kratzbürstige Vereinsimage aufzupolieren. Modern, offen für den Dialog und am Puls der Zeit - so können sich die Klubs im sozialen Netzwerk präsentieren. Mittlerweile haben viele Bundeslisten diese Chance erkannt, zumal sie völlig kostenlos ist und riesigen Zulauf garantiert. Besonders praktisch für die Vereine: Im Gegensatz zu den etablierten Fan-Foren, können sie die Themen per Pinnwand vorgeben. Blöd wird's nur, wenn die Kommentare der User nicht zu den verklärten Vereinswahrheiten passen wollen.
So gesehen müsste man dem FC ein Kompliment machen. Erst im April ging die FC-Facebook-Seite online - derzeit hat der Klub die drittmeisten "Fans" aller Bundesligisten. Das wiederum bestätigt ja eigentlich nur, was wir schon immer wussten: Köln gehört in die Champions League!
Derzeit verläuft die Entwicklung der Bundesligaseiten bei Facebook hochdynamisch und wahrscheinlich ist die von uns erstellte Tabelle erst in einem Jahr aussagekräftiger. Trotzdem ist's interessant zu sehen, wer die virtuelle Entwicklung zu nutzen weiß, und wer sie bislang verpennt hat. Bei einigen Seiten konnten wir nicht exakt feststellen, ob sie vom Verein oder von Fans angemeldet wurden. Jeder Hinweis, die Tabelle zu vervollständigen ist daher sehr willkommen!
Die inoffizielle Facebook-Fantabelle
(Stand 17. August 2010)
1. Bayern München 141017 (offiziell)
2. VFB Stuttgart 74129 (offiziell)
3. 1. FC Köln 52812 (offiziell)
4. Eintracht Frankfurt 47705 (nicht bestätigt)
5. Hamburger SV 47355 (offiziell)
6. Werder Bremen 34025 (nicht bestätigt)
7. FC St. Pauli 30543 (nicht bestätigt)
8. FC Schalke 04 23248 (nicht bestätigt)
9. 1. FC Nürnberg 18457 (offiziell)
10. 1. FC Kaiserslautern 18220 (offiziell)
11. Hannover 96 13193 (offiziell)
12. Borussia Mönchengladbach 12794 (offiziell)
13. VFL Wolfsburg 8309 (Sportmannschaft und Verein zusammengezählt)
14. Bayer 04 Leverkusen 7557 (nicht bestätigt)
15. 1. FSV Mainz 05 4856 (Fanseite)
16. SC Freiburg 4295 (inoffiziell)
17. TSG Hoffenheim 3915 (nicht bestätigt)
18. Borussia Dortmund 1379 (offiziell)
Mittwoch, 5. Mai 2010
Kino in Köln
Zwei kleine Kinos (72 Plätze, 165 Plätze) davor ein gemütlicher, kleiner Biergarten. Das Publikum ist zwar zum Teil etwas anspruchsvoll ("Eine Holunder Bionade, aber bitte nicht aus dem Kühlschrank."), was gleichzeitig aber auch gut so ist. Der Barmann ist gleichzeitig auch Kartenabreißer und die Preise können im Kino-Vergleich durchaus mithalten. Das nennt man wohl Kontrastprogramm zum großen Cinedom am Mediapark.
Besonders Kino 2 hat mit seinen 72 Plätzen fast Wohnzimmercharakter. Einziger Wehrmutstropfen ist da die kleine Leinwand (12 Quadratmeter) und, wer sehr spät kommt, der muss halt in der ersten Reihe Platz nehmen. Macht aber nicht so viel, es gibt eh nur sieben Reihen.
Donnerstag, 4. März 2010
Über Köln-Kalk

Und heute? Anfang 2008 wurde in Kalk ein jugendlicher marokkanischer Herkunft erstochen. Hunderte junge Menschen gingen anschließend auf die Straße, forderten eine gerechetere Gesellschaft. Schon wurden Stimmen laut, die Verhältnisse wie in Pariser Vororten mit brennenden Autos befürchteten.
Auch heute gibt's eher Meldungen über Schießereien, Schießereien mit Selbstmördern oder Selbstmörder, die Büdchenüberfälle außen vor gelassen.
Kalk hat aber mehr als Mord und Drogen zu bieten: Schön zusammengefasst haben es die Kollegen elfnachelf.de. Hier der Link zum Artikel.
Mehr Termine und Links zu Kalk gibt's übrigens hier. Und kultige T-Shirts zu Kalk findet ihr in diesem Shop. Ist getestet - und gut!
Samstag, 27. Februar 2010
Kölner U-Bahn Bau
Dass beim U-Bahn Bau in Köln alle einige Dinge falsch gelaufen sind/laufen, weiß mittlerweile ganz Deutschland. Wie weit die Kölner Bürger und die Bahn-Bauer in ihrer Meinung über die Nord-Süd-Stadtbahn inzwischen auseinander liegen, war jetzt im Kölner Gürzenich zu sehen. 400 Bürger im Saal, elf Leute auf dem Podium. Rechtfertigungen hier, Anschuldigungen dort. Die Stimmung zwischen Bürgern und ihren Vertretern total vergiftet. „Ein Teil meiner Familie könnte noch leben,“ ruft eine. „Mit meinem Leben spielt ihr nicht“, ein anderer.
Die KVB, listen detailliert a
uf, was sie wann gemacht haben, erklären das mit technokratischen Begriffen. Der Nutzwert für die Besucher ist gering, denn diese Erklärungen gehen an ihren Ängsten vorbei. Die Folge: Vieler der Bürger beschimpften Verantwortliche auf dem Podium als Ahnungslose, Verbrecher und Laien. Und sie fragen sich: Wer beantwortet uns die Frage, was wann nicht gemacht wurde?
Warum ist die Wut so groß? Der wichtigste Aspekt blieb bei den Wortführern auf dem Podium unbeantwortet – vielleicht, weil sie ihn nicht beantworten können, wahrscheinlich aber, weil sie für solche Antworten schlichtweg nicht bezahlt werden. Und das ist - leider - nicht einmal als Vorwurf zu werten.
Es geht um Vertrauen und Authentizität, um Rückhalt bei den Menschen für die das Projekt gedacht ist. Das alles haben die Menschen verloren. Ein Bürgermeister, der keine Glaubwürdigkeit mehr bei den Menschen hat, macht sich lächerlich. Wenn Verantwortliche eines solch sensiblen Bahn-Baus ihre Glaubwürdigkeit derart brutal verloren haben, müssten auch sie die Konsequenzen ziehen.
Dass die Methode Rechtfertigen und Aussitzen nun ein Jahr funktioniert, macht die Menschen wütend. Einzelne kleben am guten Posten, am guten Geld. Das hat weitaus größere Folgen: Es erschüttert das Vertrauen der Bürgen in das gesamte System der Stadt Köln. Das ist verantwortungslos und fahrlässig.